© adobeStock/Carlos David

Unternehmensblog: Was soll ich nur posten?

Nicht nur große Unternehmen verfügen heute über einen professionellen Internetauftritt. Auch für kleine regionale Firmen gehört es mittlerweile zum Standard, eine eigene Website zu haben. Viele davon sind froh, wenn die Seite endlich steht und wollen sich dann erst einmal nicht mehr damit beschäftigen. Doch das Web entwickelt sich ständig weiter. Längst reicht es nicht mehr aus, nur eine statische Website zu haben, auf der sich nichts regt. Schließlich will nicht nur Google, sondern auch die Leserschaft auf dem Laufenden gehalten und regelmäßig mit aktuellen Informationen gefüttert werden.

Ein Unternehmensblog ermöglicht Ihnen genau das: sich und die eigene Firma im Netz zu präsentieren und mit entsprechenden Inhalten auf die Fragen sowie Probleme Ihrer Zielgruppe einzugehen. Viele Unternehmer stellen sich hier die berechtigte Frage: Können wir das auch? Bevor Sie das Thema Corporate Blog vorschnell in der Schublade verschwinden lassen, sollten Sie sich die folgenden Möglichkeiten und Formen eines Blogs genauer anschauen:

  • CEO-Blog: Artikel, die der Geschäftsführer persönlich geschrieben hat oder die in seinem Namen erscheinen
  • Serviceblog: Service-Informationen, wie z.B. Verbesserungsvorschläge, Handlungsempfehlungen etc.
  • Produktblog: Artikel über Produkte und Dienstleistungen, Neuerungen sowie Veränderungen der Angebote
  • Themenblog: Hochwertige Informationen, die das Fachwissen des Unternehmens herausstellen
  • HR-Blog: Aktives Employer Branding, indem z.B. Mitarbeiter Einblicke in die Arbeit geben
  • Kampagnenblog: Kampagnen, die durch einen guten Redaktionsplan sowie qualitativ hochwertige Beiträge für schnelle Bekanntheit sorgen
  • Imageblog: PR-Beiträge, die das Unternehmen bzw. die Marke bekannter machen
© adobeStock/mooshny

Welche Inhalte eignen sich am besten für einen Unternehmensblog?

Gerade kleine Unternehmen schrecken häufig vor dem Thema Corporate Blog zurück, weil sie zu wenig Zeit haben oder denken, es gäbe nichts, worüber sie schreiben könnten. Entwarnung: Sie müssen mit Ihrem Blog nicht die Welt verändern! Es geht in erster Linie darum, Sympathie zu schaffen. Das gelingt Ihnen, indem Sie Interessantes rund um die Branche, das Unternehmen und die Mitarbeiter vermitteln. Und wenn Sie noch keine konkreten Ideen haben, was Sie auf Ihrem Unternehmensblog posten sollen – dann nehmen Sie doch einfach einen der folgenden 30 Vorschläge:

  1. Stellen Sie Mitarbeiter und Teams innerhalb des Unternehmens vor.
  2. Erzählen Sie etwas über die Geschichte Ihrer Firma.
  3. Berichten Sie über Messen und Konferenzen, die Sie oder Ihre Mitarbeiter besucht haben.
  4. Stellen Sie neue Produkte vor.
  5. Erklären Sie Ihren Beruf und wie dieser noch vor 20 Jahren aussah.
  6. Berichten Sie von Fort- und Weiterbildungen.
  7. Erzählen Sie Kunden-Storys.
  8. Teilen Sie interessante Links zu Ihrem Thema.
  9. Geben Sie Einblicke in Ihren Arbeitsalltag und den Ihrer Mitarbeiter.
  10. Klären Sie Mythen Ihrer Branche auf.
  11. Berichten Sie von Teamevents.
  12. Erklären Sie, welche Vorteile Ihre Produkte oder Dienstleistungen bringen.
  13. Teilen Sie Branchengeheimnisse.
  14. Geben Sie Expertentipps rund um Ihre Produkte oder Dienstleistungen.
  15. Veröffentlichen Sie Bilder von internen sowie externen Veranstaltungen.
  16. Erstellen Sie eine Infografik, um Ihre Leistungen zu veranschaulichen.
  17. Geben Sie einen Jahresrückblick.
  18. Lassen Sie auch Ihre Kunden in Form von Erfahrungsberichten zu Wort kommen.
  19. Verfassen Sie eine Artikel-Serie.
  20. Kommentieren Sie Branchennews.
  21. Teilen Sie Neuigkeiten aus der Region.
  22. Berichten Sie über Fehler und wie Sie mit diesen umgegangen sind.
  23. Stellen Sie Fragen oder starten Sie eine Umfrage unter Ihrer Leserschaft.
  24. Erstellen Sie ein How-to zu Ihren Produkten.
  25. Veröffentlichen Sie Interviews mit Kunden, Lieferanten oder Experten aus der Branche.
  26. Berichten Sie von Jubiläen.
  27. Zeigen Sie Fotos vom Umbau Ihrer Firma.
  28. Teilen Sie Ihr Know-how und lassen Sie auch mal den Experten raushängen.
  29. Diskutieren Sie die neuesten Produktideen.
  30. Zeigen Sie, was in Zukunft geplant ist und versorgen Sie Ihre Leser mit brandneuen News.

Das sollten Sie auf Ihrem Blog NICHT posten

Auch wenn ein Corporate Blog lockere, persönliche Inhalte erlaubt, gibt es einige Dinge, die Sie auf Ihrem Blog besser nicht tun sollten. Dazu zählt beispielsweise, dass Sie die Konkurrenz nicht heruntermachen sollten. Betonen Sie lieber Ihre eigenen Stärken! Es wird ebenfalls ein schlechtes Licht auf Ihr Unternehmen, wenn Sie Mitarbeiter öffentlich beschuldigen. Auch negative Kundengeschichten haben auf Ihrem Blog nichts zu suchen. Strahlen Sie mit Ihrem Blog lieber Zuversicht, Leidenschaft und Vertrauen aus!

Fazit: das Thema Firmenblog locker, aber planvoll angehen

Distanzieren Sie sich von dem Gedanken, einen perfekten Blog mit absolut professionellen Inhalten auf die Beine stellen zu müssen. Im Gegenteil: Ein Blog bedeutet Konversation auf persönlicher, aber natürlich seriöser Ebene. Verleihen Sie diesem eine individuelle Note und versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kunden. Was würden Sie diesen bei einem Meeting oder in Ihrem Laden erzählen? Präsentieren Sie sich so, wie Sie auch im direkten Kontakt mit Ihren Kunden auftreten würden.

Trotz aller Gelassenheit ist natürlich eine Strategie von Vorteil. Erstellen Sie am besten einen Redaktionsplan und klären Sie im Vorfeld, welche Blogartikel Sie wann posten möchten. Auch ein Themenpool mit Artikel-Ideen und Stichpunkten kann hilfreich sein. Wer seinen Blog zusätzlich für Suchmaschinen optimieren möchte (SEO), kann in diesem Zuge gleich die relevanten Keywords und Fragen heraussuchen, die im Text beantwortet werden sollen. Steht der Plan, können Sie sich Termine für das Schreiben der Artikel setzen und diese Aufgabe ganz einfach in Ihre Arbeitsroutinen integrieren.

Amelie Fischer
Amelie Fischer
Amelie Fischer hat ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht und ist seit Februar 2017 Webtexterin bei den RegioHelden. Als studierte Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin befasste sie sich bereits in ihrer Studienzeit mit den sich ständig wandelnden Herausforderungen der Online-Welt. Fliegen ihre Finger gerade nicht über die Tastatur, ist sie entweder auf dem Fußballplatz oder mit einem guten Buch auf der Couch zu finden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auf dieser Webseite werden verschiedene Cookies eingesetzt. Der Einsatz von Tracking-Cookies zur Analyse der Nutzung unserer Webseite erfordert Ihre Zustimmung. Ohne diese Zustimmung können gleichwohl Cookies eingesetzt werden, die für die Funktionalität der Webseite notwendig sind. Weitere Informationen zu Cookies finden Sie hier.