Am 8. März 2026 ist der Weltfrauentag. Für uns ist das kein Feiertag im klassischen Sinne, sondern ein Erinnerungstag und ein Anlass, um sichtbar zu machen, was noch nicht selbstverständlich ist – und um genau dort anzusetzen, wo Veränderung beginnt: im Alltag, in Strukturen und im Miteinander.
Auch bei den RegioHelden ist Gleichberechtigung kein Buzzword und kein Thema, das wir einmal im Jahr abhaken. Wir glauben daran, dass Menschen ihr Potenzial am besten entfalten können, wenn sie gesehen, gehört und gestärkt werden. Genau aus diesem Gedanken heraus ist unsere Heldinnen-Empowerment-Initiative entstanden – und genau deshalb sprechen wir heute darüber.
Der Weltfrauentag – kurz erklärt
Der Internationale Weltfrauentag entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Arbeiterinnenbewegung. 1910 schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf einer internationalen Frauenkonferenz einen jährlichen Aktionstag vor, um das Wahlrecht für Frauen und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern.
1911 fand der erste Frauentag in mehreren europäischen Ländern statt. Seit 1921 wird er am 8. März begangen. Was damals mit dem Kampf um politische Teilhabe begann, entwickelte sich zu einem globalen Symbol für Gleichberechtigung, faire Chancen und gesellschaftliche Veränderung.
Heute geht es nicht mehr um das Wahlrecht – aber weiterhin um Themen wie gleiche Bezahlung, Sichtbarkeit in Führungspositionen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mentale Gesundheit. Der Weltfrauentag ist deshalb weniger ein historisches Relikt, sondern vielmehr eine Erinnerung daran, dass Gleichstellung aktiv gestaltet werden muss.
So läuft Empowerment bei uns
Im Sommer 2025 entstand bei den RegioHelden eine neue Initiative: Das Heldinnen Empowerment. Der Gedanke: Frauen aus unterschiedlichen Teams gezielt zusammenzubringen, ihnen einen eigenen Raum zu geben und gemeinsam zu wachsen. Ein geschützter Raum für ehrlichen Austausch, gegenseitige Unterstützung und persönliche Weiterentwicklung – jenseits von Projektstatus und Teamgrenzen.
„Mir ist das Heldinnen Empowerment wichtig, weil Veränderung nicht durch einzelne Maßnahmen entsteht, sondern durch Räume, in denen Vertrauen, Austausch und Entwicklung möglich sind. Ich wünsche mir, dass wir Frauen bei den RegioHelden langfristig noch sichtbarer werden, uns gegenseitig fördern und gemeinsam neue Perspektiven gestalten.“
Lisa Lanz, Initiatorin des Heldinnen Empowerments
Aktuell treffen sich Frauen aus unterschiedlichen Teams alle sechs Wochen zu einer gemeinsamen Session. Und das Besondere: Die Themen entstehen direkt aus der Gruppe – aus dem, was die Teilnehmerinnen wirklich beschäftigt, herausfordert oder interessiert.
Die Organisation und Moderation übernimmt Lisa Lanz, die die Inhalte gemeinsam mit den Teilnehmerinnen abstimmt. Der Fokus liegt dabei immer auf einem vertrauensvollen Rahmen – einem Safe Space, in dem Offenheit, persönliche Erfahrungen und ehrlicher Austausch nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich willkommen sind. Die Sessions sind bewusst abwechslungsreich gestaltet: Mal kommen die Impulse aus der Gruppe selbst, mal bringen externe Expertinnen neue Perspektiven ein. So bleibt das Format lebendig und relevant.
Unsere Themen
Seit dem Start des Heldinnen Empowerments haben sich die Teilnehmerinnen intensiv mit Themen beschäftigt, die im Alltag oft wenig Platz bekommen – und die umso mehr bewegen, wenn man ihnen den Raum gibt, den sie verdienen.
Rückblick 2025
Stereotype: Wie sie entstehen, wie sie wirken – und wie wir ihnen bewusst begegnen können. Besonders spannend war dabei der Blick auf gesellschaftliche Prägungen, die tief in unserem Denken verankert sind, ohne dass wir es oft merken.
Schwächen als Stärke sehen: Warum Perfektion kein Maßstab sein muss und warum es so befreiend ist, die eigene Persönlichkeit, Schwächen und Stärken erstmals aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Limitierende Glaubenssätze: Was uns unbewusst zurückhält und wie groß der Aha-Moment ist, wenn man erkennt, dass Entscheidungen und Verhaltensweisen oft von inneren Überzeugungen gesteuert werden, die man nie bewusst gewählt hat. Eine wichtige Erinnerung: Jede:r trägt Glaubenssätze in sich. Das Bewusstsein dafür ist der erste Schritt zur Veränderung.
People Pleasing: Ein Thema, das viele der Teilnehmerinnen unmittelbar betroffen hat. Das Learning, das besonders in Erinnerung geblieben ist? „Nein“ ist ein ganzer Satz. Und es ist absolut in Ordnung, nicht jedem gefallen zu wollen oder zu müssen, auch wenn das Kraft kostet.
Geschlechterrollen in der Werbung: Eine Analyse, die zeigt, wie tiefgreifend gesellschaftliche Wahrnehmungen von Frauen und Männern unseren Arbeitsalltag beeinflussen, besonders wenn man selbst in der Branche arbeitet.
Externer Workshop: Neben den internen Sessions gab es ein Highlight, das bei vielen Teilnehmerinnen nachhaltig Eindruck hinterlassen hat: ein halbtägiger Kompetenz- und Stärkenworkshop mit Judith Bayer von growforbusiness. Im Fokus standen Selbstreflexion, der Abgleich von Selbst- und Fremdbild sowie der bewusste Blick auf den eigenen Lebens- und Berufsweg. Was ist mir wichtig? Was kann ich wirklich gut und was traue ich mir vielleicht noch nicht zu sagen? In einer kleinen, vertrauensvollen Gruppe entstand ein toller Austausch über die Anerkennung der eigenen Stärken.
Ausblick 2026
Für das laufende Jahr stehen unter anderem diese Themen auf dem Programm:
Teilzeit- und Elternzeitmodelle
Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz
Workshop zum Thema Finanzplanung für Frauen
Diese Themen wurden nicht zufällig gewählt. Sie spiegeln wider, was die Teilnehmerinnen interessiert – und womit sich viele Frauen regelmäßig beschäftigen.
Was sagen die Teilnehmerinnen?
Was das Heldinnen Empowerment besonders macht, sind nicht nur die Themen, sondern die Menschen dahinter. Um das greifbar zu machen, haben wir einige Teilnehmerinnen befragt: Was bringt ihnen das Format wirklich? Was nehmen sie mit? Und warum braucht es solche Räume? Die Antworten haben uns einmal mehr gezeigt, wie viel in einem solchen Format steckt – und wie unterschiedlich und gleichzeitig erstaunlich ähnlich die Erfahrungen sind.
„Das Treffen ist aus dem Gedanken entstanden, Frauen bei den RegioHelden aus übergreifenden Teams zu vernetzen, einen Platz für ehrlichen Austausch zu schaffen und Frauen in dem zu bestärken, was sie tun und erreichen können.“
Der Wunsch, sich mit Kolleginnen aus anderen Teams zu vernetzen und voneinander zu lernen, war für viele der erste Impuls. Aber je länger man dabei ist, desto klarer wird: Es geht um mehr als Vernetzung. Die Themen, die hier besprochen werden, sind die, für die im normalen Arbeitsalltag schlicht kein Raum ist – persönliche Unsicherheiten, Glaubenssätze, eigene Muster. Dinge, die jede kennt, über die aber selten offen gesprochen wird.
„Ich lerne viel über mich selbst, fühle mich oft inspiriert nach dem Austausch und gewinne ein besseres Verständnis über andere und wieso sie so sind, wie sie sind.“
Nicht wenige sind mit einer gewissen Skepsis gestartet – was soll ein Austausch über Glaubenssätze oder Stereotype schon konkret bringen? Nach ein paar Sessions hat sich das für die meisten erledigt. Was bleibt, ist das Gefühl, mit den eigenen Themen nicht allein zu sein. Zu merken, dass andere ähnliche Gedanken kennen, ähnliche Zweifel haben und trotzdem ganz unterschiedlich damit umgehen. Das gibt Orientierung, neue Perspektiven und, ja, auch ein bisschen Erleichterung.
„Nein ist auch ein ganzer Satz.“
Ein Learning, das alle mitnehmen? Das gibt es nicht, und das ist eigentlich das Schönste daran. Das Format trifft jede woanders. Die eine stellt fest, wie hart sie im Stillen mit sich selbst ins Gericht geht, und fängt an, bewusster darauf zu achten. Eine andere erkennt, dass die Dinge, die sie als Schwächen betrachtet, aus einem anderen Blickwinkel ihre größten Stärken sind. Wieder eine andere nimmt aus dem Thema People Pleasing mit, dass ein klares Nein keine Absage an den anderen ist – sondern schlicht eine ehrliche Aussage. Klingt simpel. Ist es aber meistens nicht.
„Das Format ist viel persönlicher als andere Termine und beschäftigt sich stark mit uns als Menschen, ohne dabei den Kontext zum Arbeitsalltag zu verlieren.“
Offen, ehrlich, respektvoll – das sind die Worte, die immer wieder fallen, wenn Teilnehmerinnen die Gruppe beschreiben. Was das Format von einem normalen Meeting unterscheidet: Es gibt keine Agenda, die abgehakt werden muss, und keine Rolle, die gespielt werden muss. Was in der Runde gesagt wird, bleibt in der Runde, egal ob Werkstudentin oder Teamlead. Genau diese Kombination aus Vertraulichkeit und Offenheit macht es zu einem Raum, in dem echte Gespräche stattfinden können.
„Weil es Räume öffnet, von denen man selbst nicht weiß, dass man sie braucht.“
Dieser Satz sagt eigentlich alles. Manchmal braucht es ein Format, das zeigt: Es gibt etwas, das gefehlt hat – man hat es nur noch nicht vermisst. Das Heldinnen Empowerment schafft Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und den Aufbau von Netzwerken, die über Teamgrenzen hinausgehen. Frauen geben sich gegenseitig Denkanstöße, teilen Erfahrungen und helfen sich damit gegenseitig. Und das zahlt sich aus, für die Einzelne genauso wie für das ganze Unternehmen.
Unser Fazit
Für uns bei den RegioHelden ist das Heldinnen Empowerment keine einmalige Aktion zum Weltfrauentag. Es ist Ausdruck unserer Werte und gelebter Teil unseres Heldenkodex. Denn auch der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung kein Ziel ist, das man irgendwann abhaken kann. Es ist ein Prozess – und der beginnt im Kleinen. In Gesprächen. In Räumen. In der bewussten Entscheidung, Themen Platz zu geben, die sonst zu kurz kommen. Mit dem Heldinnen Empowerment schaffen wir bei den RegioHelden genau diesen Raum: für Austausch, Wachstum und gegenseitige Stärkung.
Du möchtest mehr über das Heldinnen Empowerment oder unsere Unternehmenskultur erfahren? Schreib uns oder schau auf unserer Karriereseite vorbei. Wir freuen uns auf Dich.
